Alles Werkstoff oder was?

Computer-Aided-Design und Computer-Aided-Manufacturing sind aus der zahnärztlichen Therapie nicht mehr wegzudenken und werden zunehmend die dentale Technologie bestimmen. Damit bekommt die zahnärztliche Versorgung eine neue Dimension, denn durch die CAD/CAM-Prozesse wird auch die Qualitätssicherung signifikant gesteigert:Nicht der einzelne Zahntechniker ist mehr Produzent eines Werkstoffgefüges, sondern die Industrie sorgt für eine standardisierte Materialbereitstellung. Die CAD/CAM-Technologie führte auch zu einer Verbreiterung des Werkstoffspektrums, denn bislang nicht  verarbeitbare Materialien können nun verwendet werden. Das beste Beispiel sind die Hochleistungskeramiken der Zirkoniumdioxidgruppe, die nun auch schon seit fünfzehn Jahren im Einsatz sind. Neben den keramischen Werkstoffen werden zunehmend aber auch Hochleistungskomposite entwickelt, die nicht mehr nur für den temporären Einsatz sondern auch als definitive Lösung angedacht werden. Dabei sind wohl Werkstoffe für den festsitzenden als auch den herausnehmbaren Zahnersatz bereits im klinischen Gebrauch. Durch die zunehmende Verwendung von Kompositen nimmt aber auch nicht nur durch die Betroffenen sondern auch allgemeinmedizinischen Kollegen die Diskussion um die Bisphenol-A Belastung zu.

Das Seminar diskutiert die verschiedenen Werkstoffe, ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen.